WOTTLE zeigt, wo im Weinbau die Reise hingeht

von Alexandra Otto 14/05/2026
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WOTTLE zeigt, wo im Weinbau die Reise hingeht

Wohin entwickelt sich der österreichische Weinbau – und welche Antworten braucht die Branche auf Klimawandel, neue Konsumtrends, veränderte Märkte und gesetzliche Rahmenbedingungen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Fachsymposiums „Weinbau 2030 – wo die Reise hingeht“, zu dem WOTTLE rund 30 Winzerinnen und Winzer in die Kellerei der Weinbauschule Klosterneuburg geladen hat.

Die Veranstaltung bot einen kompakten, praxisnahen Blick auf zentrale Zukunftsthemen der Branche - dabei wurden in mehreren Fachvorträgen aktuelle Weintrends, innovative Vermarktungsstrategien und die Herausforderungen des Klimawandels für den Weinbau beleuchtet. Damit rückte das Symposium nicht nur technische und wirtschaftliche Fragen in den Fokus, sondern auch die langfristige Positionierung österreichischer Weinbaubetriebe in einem sich stark verändernden Umfeld.

Ein wichtiges Thema war zudem das kommende Weingesetz. Stefan Kast von der Landwirtschaftskammer Österreich stellte die bevorstehenden Änderungen vor, die durch eine EU-Richtlinie tiefgreifende Anpassungen mit sich bringen könnten. Für die teilnehmenden Betriebe ging es dabei vor allem um die Frage, welche Chancen sich aus den neuen Rahmenbedingungen ergeben und wie sich österreichische Winzerinnen und Winzer rechtzeitig darauf vorbereiten können.

Für besonderes Interesse sorgte auch der Fachbeitrag von DI Harald Scheiblhofer von der Weinbauschule Klosterneuburg. Er präsentierte den aktuellen Stand der Technik zur De-Alkoholisierung von Wein – ein Thema, das angesichts wachsender Nachfrage nach alkoholfreien und alkoholreduzierten Alternativen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Als Highlight konnte im Rahmen des Symposiums auch der erste vollständig in Österreich entalkoholisierte Wein verkostet werden.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Direktor Reinhard Eder, der die Gäste in der Weinbauschule Klosterneuburg begrüßte. In seinem Grußwort hob er die Bedeutung von WOTTLE als letztem österreichischen Hersteller von Weinpressen hervor. Damit steht das Unternehmen nicht nur für heimische Produktion, sondern auch für technologische Kompetenz im österreichischen Weinbau.

Zu den Ehrengästen zählten Christoph Kaufmann, Bürgermeister von Klosterneuburg, in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, sowie Johannes Schmuckenschlager, Abgeordneter zum Nationalrat und Präsident des Österreichischen Weinbauverbandes. Beide betonten in ihren Grußworten die Bedeutung von Innovation, Qualität und nachhaltigen Strategien, um den österreichischen Weinbau als Kulturgut und wirtschaftlichen Erfolgsfaktor zukunftsfit zu halten. Neben den Fachvorträgen bot das Symposium viel Raum für persönlichen Austausch, denn gerade der Dialog zwischen Praxis, Forschung, Technik und Interessenvertretung machte deutlich, wie vielfältig die Herausforderungen sind – und wie wichtig gemeinsame Lösungen für die kommenden Jahre werden.

Mit dem Symposium unterstrich WOTTLE einmal mehr seine Rolle als innovativer Impulsgeber im modernen Weinbau. Klar wurde: Die Zukunft des österreichischen Weins wird nicht nur im Weingarten entschieden, sondern auch durch Technik, Wissen, Vermarktung und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Weitere Veranstaltungen folgen.