Die Steirischen Landessieger-Weine 2026 sind gekürt

von Alexandra Otto 09/06/2026
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Die Steirischen Landessieger-Weine 2026 sind gekürt

Die Steiermark hat ihre besten Weine des Jahres gekürt: Für die traditionsreiche Landesweinbewertung der Landwirtschaftskammer wurden heuer 1.747 Weine von rund 350 Winzerinnen und Winzern eingereicht. Am Ende standen 18 Landessiegerweine, drei Doppellandessieger und der besonders begehrte Titel „Weingut des Jahres 2026“.

Die steirische Landesweinprämierung gilt als größte und älteste Weinbewertung des Bundeslandes. „Teilnahmeberechtigt sind geprüfte steirische Qualitätsweine, aber für den Einzug ins Finale ist auch eine entsprechende Mindestweinmenge erforderlich", erklärt Weinbauchef Martin Palz. Besonderes Augenmerk liegt bei der Bewertung auf der gebietstypischen Stilistik. Weine der klassischen Sortengruppen sind trocken ausgebaut, mit weniger als 4,6 Gramm Restzucker und weisen höchstens 12,9 Volumenprozent Alkohol auf. Damit steht jene klare, leicht zugängliche und herkunftsgeprägte Weinstilistik im Mittelpunkt, für die die Steiermark besonders geschätzt wird.

Zu den großen Gewinnern zählen heuer gleich drei Betriebe mit jeweils zwei Landessiegertiteln. Der Peiserhof von Familie Strohmeier aus Eibiswald überzeugte mit dem Sämling 88 „Klassik“ und dem Weißburgunder Weststeiermark DAC. Weinbau Wurzinger aus Bad Gleichenberg holte Landessiege mit Welschriesling Vulkanland Steiermark DAC und Zweigelt „Herzblut“ und der Weinhof Leitner aus Ilztal punktete mit Gelbem Muskateller Sekt und Welschriesling Beerenauslese. Der Titel „Weingut des Jahres 2026“ ging an das Weingut Lackner aus Krottendorf-Gaisfeld und damit zählt der Betrieb zu den herausragenden Namen der diesjährigen Prämierung und unterstreicht die starke Position der weststeirischen Weinlandschaft.

In den klassischen Sortengruppen wurden Sieger in den Kategorien Welschriesling, Weißburgunder, Morillon, Sauvignon blanc, Muskateller und Schilcher gekürt. Der Welschriesling Landessieg ging an Weinbau Wurzinger mit einem Vulkanland Steiermark DAC. Beim Weißburgunder überzeugte der Peiserhof von Familie Strohmeier mit einem Weststeiermark DAC. Den Morillon Landessieg holte das Weingut Peter Strauss mit einem Chardonnay Südsteiermark DAC. Beim Sauvignon blanc setzte sich das Weingut Klug durch, beim Muskateller das Weingut Familie Hiden und beim Schilcher die Schilcherweinbau Koch KG mit einem Weststeiermark DAC.

Auch in den weiteren Kategorien zeigte sich die Vielfalt des steirischen Weinbaus. In der Kategorie Scheurebe gewann der Peiserhof von Familie Strohmeier mit dem Sämling 88 „Klassik“. Den Riesling Landessieg holte das Weingut Müller mit Riesling „Basalt“ Klöch Vulkanland Steiermark DAC und beim Traminer und Gewürztraminer überzeugte das Weingut Frühwirth mit Gelbem Traminer Klöch Vulkanland Steiermark DAC. Der Landessieg in der Kategorie Sekt ging an den Weinhof Leitner mit Gelbem Muskateller Sekt Austria, Steiermark g.U. Bei den Ortsweinen überzeugte der Panoramaweinhof Strablegg Leitner mit Grauburgunder Eichberg Südsteiermark DAC in der Burgundergruppe, den Ortswein Landessieg beim Sauvignon blanc holte das Weingut Tschermonegg mit Sauvignon Blanc Gamlitz Südsteiermark DAC.

In der Kategorie Orts und Riedenweine Schilcher setzte sich das Weingut Lackner mit Schilcher Ried Gasselberg durch. Bei den Weinen aus Einzelrieden überzeugte das Weingut Felberjörgl mit Morillon Ried Höchleit’n Südsteiermark DAC in der Burgundergruppe. Den Landessieg beim Riedenwein Sauvignon blanc holte das Weingut Radl mit Sauvignon blanc Ried Klöchberg Vulkanland Steiermark DAC. Bei den Prädikatsweinen ging der Sieg an den Weinhof Leitner mit Welschriesling Beerenauslese Steiermark. In den Rotweinkategorien gewann Weinbau Wurzinger mit Zweigelt „Herzblut“ in der Kategorie Blauer Zweigelt. Die Kategorie Rotwein Vielfalt entschied der Weinhof Platzer mit der Rotwein Cuvée „Königsrot“ für sich.

Wie streng das Auswahlverfahren ist, zeigen die Zahlen: Nur rund 17 Prozent der eingereichten Weine erreichten das Halbfinale. Das waren 295 Weine. Davon schafften es 108 Weine, also 6,5 Prozent aller Einreichungen, ins Finale. Der Aufkleber „Finalist“ kennzeichnet jene Weine, die bereits den Sprung ins Halbfinale geschafft haben. „Das strenge Auswahlverfahren zeigt, wie schwierig es ist, mit einem Wein das Finale zu erreichen, um überhaupt erst Landessieger werden zu können“, sagt Palz. Die Finalverkostungen werden nach der Rangziffernmethode durchgeführt. Dabei stehen alle Finalweine einer Kategorie nebeneinander und müssen im direkten Vergleich bestehen. Genau das macht die Auszeichnung besonders wertvoll: Wer hier gewinnt, setzt sich nicht nur in einer Vorauswahl durch, sondern überzeugt auch im unmittelbaren Vergleich mit den stärksten Weinen seiner Kategorie.

Die Landesweinprämierung 2026 zeigt damit eindrucksvoll, wie breit und qualitätsvoll die steirische Weinlandschaft aufgestellt ist. Von klassischem Welschriesling über Sauvignon blanc, Morillon, Schilcher, Sekt, Prädikatswein und Rotwein reicht die Bandbreite der ausgezeichneten Weine. Die Siegerweine sind in der Vinothek Steiermark in Sankt Anna erhältlich.