Die Bedeutung des Weinetiketts

von Alexandra Otto 18/03/2025
Nachrichten
Die Bedeutung des Weinetiketts

Das Weinetikett ist weit mehr als nur ein dekoratives Design – es liefert wertvolle Informationen über den Wein und hilft dabei, die richtige Wahl zu treffen. 

Das Weinetikett ist die Visitenkarte eines Weins und liefert entscheidende Informationen sowohl für Kenner als auch Genießer, denn es gibt nicht nur Aufschluss über die Rebsorte, den Jahrgang und die Herkunft, sondern enthält auch Hinweise auf den Ausbau (z. B. im Holzfass), den Alkoholgehalt und die Restsüße. Viele Etiketten verraten zudem, ob der Wein biologisch zertifiziert ist oder besondere Auszeichnungen erhalten hat. Gerade für Konsumenten, die gezielt nach Qualität, Nachhaltigkeit oder speziellen Geschmacksprofilen suchen, sind diese Angaben essenziell.

Neben den Pflichtangaben nutzen Winzer das Etikett auch, um ihre Philosophie und den Charakter des Weins widerzuspiegeln – sei es durch kreatives Design oder eine persönliche Geschichte. Somit ist das Weinetikett nicht nur ein praktischer Wegweiser, sondern auch ein Ausdruck der Identität des Weinguts.

Die Erklärung zum Weinetikett

Banderole: Die Banderole in rot-weiß-rot gilt ab der Stufe Qualitätswein und ist nicht erlaubt für Wein, Landwein und ausländischen Wein. 

Herkunft oder örtliche Herkunftsbezeichnung: Österreichischer Wein muss zu 100 % aus heimischen Trauben bestehen und hat mit „Österreichischer Wein“, „Wein aus Österreich“ oder „Österreich“ bezeichnet zu werden. Folgende kleinere geografische Einheiten als Österreich können für Wein aus Trauben verwendet werden, die ausschließlich im angegebenen Herkunftsbereich erzeugt werden: Weinbauregion, Weinbaugebiet, Großlage, Gemeinde, Ried oder Weinbauflur in Verbindung mit dem Namen der Gemeinde, in der diese liegen.

Sorte und Jahrgangsbezeichnung: Der Wein muss mindestens zu 85 % aus der genannten Sorte bzw. dem genannten Jahrgang stammen.

Qualitätsstufe: Diese kennzeichnet von Qualitätswein bis Trockenbeerenauslese.

Staatliche Prüfnummer: Voraussetzung für die Klassifizierung als Qualitätswein und wird nach einer chemischen und sensorischen Prüfung verliehen.

Restzucker: trocken, halbtrocken, lieblich, süß.

Alkoholgehalt: Dieser wird in Volumenprozent (% vol.) angegeben, aber nur in vollen oder halben Einheiten.

Füllvolumen: Das Füllvolumen kennzeichnet das Fassungsvermögen der Flasche.

Unser Tipp: Beim nächsten Weinkauf also ruhig einmal genauer hinschauen – denn das Etikett verrät oft mehr, als man denkt.